Bei der Autopflege sparen

Wenn die Kosten für die Benützung des Autos das Budget stark belasten,
ist es Zeit eine Sparlösung zu finden.
Ganz einfach, dank der Mehrmarken Tipps für Ihre...

1. Wagenpflege zahlt sich aus

Pflegen Sie Ihren Wagen – spätestens bei einem Wiederverkauf macht sich Ihr Aufwand bezahlt.

Die regelmässige Wartung und Pflege eines Autos muss nicht teuer sein: Viele kleine Unterhaltsarbeiten können Sie selbst vornehmen: Kontrollen, Reinigung, Reifen pumpen und – ganz wichtig! – feinfühlig fahren. Wartungsarbeiten an der Mechanik überlassen Sie am besten ihrem Mehrmarkenpartner. So können Sie sicher sein, dass die Empfehlungen des Werks genau eingehalten werden. Das Serviceheft Ihres Fahrzeugs gibt Aufschluss über alle Wartungsarbeiten. Ein lückenloses Serviceheft ist ein ausgezeichnetes Verkaufsargument!

2. Ölstand und Ölwechsel: Arbeitsteilung ist angesagt

Clevere Fahrer prüfen den Ölstand ihres Fahrzeugs einmal monatlich, möglichst bei kaltem Motor und auf flachem Gelände. Mit genügend Öl kann Ihr Motor optimal funktionieren. Sorgen Sie also für Nachschub. Das Serviceheft gibt an, welches Öl Sie verwenden sollten (Viskosität, Standards und Spezifikationen des Werks). Wichtig: Kaufen Sie nicht irgendein billiges Öl. Ihr Motor könnte Schaden nehmen. Das richtige Öl sorgt für weniger Reibung und hilft, Treibstoff zu sparen und den CO2-Ausstoss zu verringern.

Ölwechsel sind einmal jährlich (oder nach durchschnittlich 15'000 km) fällig. Gleichzeitig sollten auch die Ölfilter bei Ihrer Garage ausgetauscht werden.

Manch einer nimmt den Ölwechsel in Eigenregie vor. In diesem Fall sollte man aber wissen, wie das Öl zu entsorgen ist, da es sich um Sondermüll handelt. Wer Mineralöl in der freien Natur «entsorgt», verschmutzt Boden und Wasser! Wer Mineralöl in den Abfluss giesst, verstopft die Kanalisation und sorgt für schwere Störungen der Kläranlagen.

Geben Sie Ihren Wagen jährlich in Ihrer Garage in den Service, damit der Ölwechsel nur positive Folgen hat.

3. Zu wenig Bremsflüssigkeit: Vorsicht, Unfallgefahr!

Wenn das Symbol „Bremsflüssigkeit“ aufleuchtet, ist zu wenig Bremsflüssigkeit vorhanden. Der Mindestflüssigkeitsstand ist unterschritten, was bedeutet, dass im Bremssystem zu wenig Flüssigkeit vorhanden ist. Sie riskieren, dass Ihre Bremsen versagen. Begeben Sie sich unbedingt sofort zu Ihrer Garage.

4. Ein korrekter Reifendruck spart Geld

Wenige Minuten reichen, um den Reifendruck zu prüfen. Pro Monat sinkt er um etwa 0.1 bar. Nicht korrekt gepumpte Pneus nutzen sich schneller ab, da sie rascher heiss werden. Ausserdem erhöhen sie den Treibstoffverbrauch. Gleichmässiges Fahren schont Ihre Reifen. Wer sportlich fährt, verschleisst sie dagegen.

5. Wählen Sie den richtigen Pneu: kleinerer Preis oder längere Haltbarkeit

Reifenpreise können ganz unterschiedlich ausfallen: Ein Vergleich lohnt sich mit Sicherheit. Grundsätzlich bieten die Hersteller teurere Reifen an als die unabhängigen Garagen. Markenpneus sind häufig mit attraktiven Garantien versehen. Die Energieeffizienz können Sie auf der Reifenetikette ablesen.

Es werden auch «runderneuerte» Reifen angeboten. Hierbei handelt es sich um neu belegte Gebrauchtreifen. Sie können bis zu dreimal billiger sein als Neureifen. Nicht alle Fachleute empfehlen sie jedoch, da sie der Meinung sind, diese Reifen seien weniger zuverlässig.

Gebrauchtreifen stellen ein Fahrrisiko dar. Bei Unfällen kann eine Kontrolle Ihres Versicherers Leistungskürzungen zur Folge haben.

Ihr Multimarkenpartner steht Ihnen beim Reifenkauf mit Rat und Tat zur Seite.

6. Schonen Sie Ihre Bremsen und sparen Sie bares Geld

Bremsen gehören zu den Bestandteilen, die sich abnutzen. Im Allgemeinen müssen sie nach rund 30'000 km ersetzt werden. Ihre Lebensdauer hängt allerdings auch von Ihrem Fahrstil ab. So können Sie Vollbremsungen vermeiden und Ihre Bremsen schonen:

  • Vorausschauend fahren.
  • Korrekten Abstand halten.
  • Aufmerksam fahren, um Rotlichter und Stoppzeichen rechtzeitig wahrzunehmen.
  • Gänge ruhig herunterschalten.

7. Bereiten Sie Ihr Auto rechtzeitig auf den Winter vor

Wappnen Sie sich und Ihr Auto rechtzeitig gegen Kälteeinbrüche. Denken Sie an den Enteiser für Ihre Scheibenwaschanlage. Sie können die Dichtungen mit Silikonspray schützen und so Risse vermeiden.

Denken Sie an Ihre Batterie: Schrubben Sie die Anschlussklemmen mit einer Metallbürste. Sie können auch ein (Mehrzweck-)Schmierfett auftragen: So vermeiden Sie die Bildung von Sulfaten. Prüfen Sie Ihre Batterie, bevor sie Sie im Stich lässt. Pannenhilfe kann teuer kommen.

8. Nutzen Sie die Saisonangebote Ihres Multimarkenpartners

Ihr Garagist weiss, worauf Sie in den einzelnen Jahreszeiten achten müssen. Vor Sommerbeginn und zum Herbstende bieten die meisten Garagen preiswerte Revisionen an. Eine professionelle Revision lohnt sich besonders vor Ferienreisen.

9. Karosserie – Pflege als A und O

Regelmässiges Reinigen erhält Ihre Karosserie in gutem Zustand. Im Winter verursachen Salz und Feuchtigkeit Korrosionsschäden. Ferien am Meer können denselben Effekt haben. Vogelkot oder Baumharz sind ebenfalls schädlich. Autowäschen sind daher unverzichtbar!

10. Die Autowäsche: Zeit ist Geld

In Autowaschanlagen können Sie Ihr Auto rasch von Meer- oder Streusalz reinigen lassen. Waschwalzen sind praktisch und effizient. Die Preise schwanken von Anlage zu Anlage. Vorsicht: Bürsten können Mikrokratzer verursachen. Mit Hochdruckstrahlern lassen sich die Unterböden und die Stossstangen leicht und präzise reinigen. Dabei entstehen keine Kratzer, da der Strahler nicht mit dem Lack in Berührung kommt. Er reinigt selbst die Felgen. Empfindliche Schweissnähte sollten dagegen nicht mit Hochdruck gereinigt werden. Die Preise und Dauer von kommerziellen Autowäschen sind unterschiedlich.

Selbst ist der Mann/die Frau! Sie können Ihr Auto umweltfreundlich und preiswert selber reinigen. Mit Kernseife und warmem Wasser wird es strahlend sauber. Alte, zu einem Ball gerollte Nylonstrümpfe sind ein ausgezeichneter Waschschwamm, da sich mit ihnen Mücken und andere störende Flecken leicht entfernen lassen. Ein Fensterleder ist optimal zum Nachtrocknen.

11. Preiswert putzen mit Natron

Mit Natron lassen sich Pflanzensaftflecken von der Karosserie entfernen und Mücken von der Windschutzscheibe. Die Reinigungslösung können Sie ganz einfach herstellen: Einen Suppenlöffel Natron in einem Liter heissem Wasser auflösen. Ein Tuch oder Fensterleder in die Lösung tauchen und die Flecken damit reiben.

Die Batterieklemmen reinigen Sie mit einer Paste aus drei Teilen Natron auf einen Teil Wasser. Reiben Sie sie dann mit einer harten Bürste ab. Mit einem feuchten Lappen nachwischen und gut trocknen.

Natron eignet sich auch, um schlechte Gerüche im Wageninneren zu bekämpfen. Bestreuen Sie den Sitzstoff mit Natron, lassen Sie es eine Viertelstunde einwirken und saugen Sie es dann mit dem Staubsauger ab.

12. Tipps und Tricks für ein gepflegtes Wageninneres

Regelmässige Reinigungen des Innenraums erleichtern die Arbeit und erhöhen den Wiederverkaufswert. Reinigen Sie das Wageninnere mit dem Staubsauger, um Staub und eventuelle Tierhaare gründlich zu entfernen.

Mischen Sie Wasser mit weissem Essig und putzen Sie die Scheiben billig und effizient. Etwas Zeitungspapier zum Nachreiben und schon sind sie blank!

Für Lederverkleidungen verwenden Sie Baby-Reinigungsmilch. Plastikflächen (Armaturenbrett, Lenkrad, innere Türgriffe) werden problemlos sauber, wenn Sie Abwaschmittel, einen Schwamm und wenig Wasser verwenden. Danach mit klarem Wasser nachreiben.

13. Technische Fahrzeugkontrolle: Mit guter Vorbereitung Zweitprüfungskosten vermeiden

Das Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt Ihres Kantons nimmt folgende technischen Fahrzeugkontrollen vor:
Vier Jahre nach der ersten Inverkehrsetzung, dann nach weiteren drei Jahren und danach mit zweijährigem Abstand. Vom Strassenverkehrsamt werden Sie schriftlich zur Kontrolle aufgeboten.

Vor der eigentlichen Vorführung haben Sie kaum etwas zu tun, falls Ihr Fahrzeug planmässig gewartet wurde. Sie müssen nur prüfen, ob alle kontrollierten Bestandteile korrekt funktionieren. Beauftragen Sie Ihren Garagisten zudem mit folgenden Arbeiten:

  • Bei starker Verschmutzung: Reinigung des Fahrzeugs von unten und oben.
  • Kontrolle der Rückleuchten und Einstellen der Scheinwerfer
  • Bremskontrolle
  • Sicherheitskontrolle der Lenkanlage, der Federung und des Unterbodens.

14. Ein gut geplanter Abgastest erspart empfindliche Bussen

Alle zwei Jahre empfiehlt es sich, bei Ihrer Garage prüfen zu lassen, ob die Abgasemissionen Ihres Wagens noch im Rahmen liegen.

Seit dem 1. Januar 2013 besteht für bestimmte Fahrzeuge mit On-board Diagnostic System (OBD-System) keine Abgaswartungspflicht mehr. Wenn Sie den Abgastest gleich bei der Kontrolle vornehmen lassen, kommt es Sie günstiger zu stehen.

Das Abgasdokument muss sich immer in Ihrem Fahrzeug befinden. Sollte es sich bei einer Polizeikontrolle herausstellen, dass Sie die Wartungsfrist um einige Monate überschritten haben, wird es bald einmal teuer: Bei einem Verzug um einen Monat beträgt die Busse CHF 40.-, bei bis zu drei Monaten CHF 100.- und bei drei bis sechs Monaten CHF 200.-.